Nacktmulle muten seltsam an. Die nackten Nagetiere leben in Staaten unter der Erde, sind aber alles andere als unscheinbar – sie sind wahre Superhelden: Nacktmulle werden nicht nur sehr alt für ihre Körpergrösse, sie haben auch ein vermindertes Schmerzempfinden, sind beinahe immun gegen Krebs und können ihre Körpertemperatur ähnlich wie ein wechselwarmes Tier variieren. TierpatenschaftSpendenTierbegegnung
Superhelden mit Erbfolgekriegen
Die Nacktmullkönigin ist eine Gebärmaschine: Sie wirft alle 70 bis 80 Tage bis zu 20 Jungtiere. Diese werden von ihr gesäugt und von den älteren Geschwistern betreut. Werden sie älter, müssen sie die gefährliche Aufgabe als Wache in den Gängen verrichten. Gefahr droht einerseits durch eindringende Räuber, aber auch durch andere Nacktmullstaaten: Geraten Nacktmulle in einen fremden Staat, kommt es zu blutigen Kämpfen. Mit etwas Glück kann ein Nacktmull aber sehr alt werden, da sich auf seinem nackten Körper kaum Parasiten ansiedeln können und er fast immun gegen Krebs ist. Aus diesem Grund sind Nacktmulle für die Krebsforschung sehr wichtig. Wenn die Königin stirbt, bricht ein Erbfolgekrieg aus. Mehrere Weibchen kämpfen um die Vorherrschaft, gewonnen hat meist, wer als erstes Jungtiere werfen kann.
Klasse
Säugetiere
Ordnung
Nagetiere
Familie
Heterocephalidae
Bedrohungen
Mensch-Tier-Konflikte
Lebensweise
Nacktmulle leben rein unterirdisch in Staaten, die bis zu 300 Tiere umfassen können. Jeder Staat hat eine Königin, alle anderen Staatsmitglieder erfüllen unterschiedliche Funktionen als Arbeiterinnen und Arbeiter. Nacktmulle ernähren sich v.a. von Pflanzenknollen, welche sie beim Graben finden.
Fun Fact
Nacktmulle erkennen Staatsmitglieder am Geruch. Deshalb wälzen sie sich in ihrer WC-Kammer, denn würden sie den Staatsgeruch verlieren, würden sie sofort angegriffen und allenfalls getötet.
Verbreitung
Nacktmulle kommen in den Halbwüsten von Äthiopien, Somalia, Eritrea und Kenia vor.
Unsere Nacktmulle
Wie tragen Zoos zum Artenschutz bei?
Mehr denn je ist es in der heutigen Zeit auch unsere Aufgabe, selbst als aktive Naturschutzpartner zu wirken, aber auch der Öffentlichkeit Wissen zu vermitteln und sie für wichtige Naturschutzthemen zu sensibilisieren. Unzählige Tierarten sind vom Aussterben bedroht.