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Artenschutz im Zoo

Artenschutz ist unser Alltag – wissenschaftlich fundiert und täglich gelebt. Von Artenschutzprojekten weltweit bis zu Erhaltungszuchtprogrammen mit unseren Tieren: Wir übernehmen Verantwortung – und arbeiten daran, das Artensterben nicht nur zu verlangsamen, sondern umzukehren.

Wie tragen Zoos zum Artenschutz bei?

Zoos erhalten bedrohte Arten durch koordinierte Erhaltungszuchtprogramme – darunter auch solche, die in der Natur bereits ausgestorben sind oder kurz davor stehen. Ergänzt durch Schutzprojekte vor Ort, Wissenschaft und Bildung übernehmen Zoos eine Schlüsselrolle im globalen Artenschutz – die IUCN, die Weltnaturschutzunion, erklärt sie dafür für unverzichtbar.
Status Rot Reverse the Red

Die Ampel für bedrohte Tierarten

Die Rote Liste der IUCN ist das weltweite Standardwerk für den Gefährdungsstatus von Tierarten. Hier siehst du, wo einige unserer Tiere stehen – und was es braucht, damit sich das ändert. Denn der Gefährdungsstatus ist keine Einbahnstrasse: Was der Mensch bedroht hat, kann er auch schützen – und die Rote Liste umkehren: «Reverse the Red».
dd Daten unzureichend Zu wenige Daten, um das Aussterberisiko zu beurteilen.
lc Nicht gefährdet Weit verbreitet und häufig – kein erhöhtes Aussterberisiko.
nt Potenziell gefährdet Noch nicht gefährdet, aber auf dem Weg dorthin, wenn nichts geschieht.
vu Gefährdet Hohes Risiko, in der Natur auszusterben
en Stark gefährdet Sehr hohes Risiko, in der Natur auszusterben.
cr Vom Aussterben bedroht Extrem hohes Risiko, in der Natur auszusterben.
ew In der Natur ausgestorben überlebt nur noch in menschlicher Obhut, etwa in Zoos.
ex Ausgestorben Es lebt kein einziges Individuum mehr.

Warum auch nicht bedrohte Arten im Zoo wichtig sind

Nicht jedes Tier im Walter Zoo ist stark bedroht – zum Glück. Trotzdem hat jede Art ihre Bedeutung und ihre Botschaft.

Heute sicher - morgen gefährdet?
Klimawandel und Lebensraumverlust verändern die Gefährdungslage schneller als je zuvor. Arten, die heute als nicht gefährdet gelten, können in wenigen Jahren bedroht sein. Zoos, die solche Arten heute halten und wissenschaftlich begleiten, sind dann bereit zu handeln.

Im Walter Zoo: Wir müssen unsere Artentafeln immer häufiger erneuern, weil der Gefährdungsstatus einer Art gestiegen ist.
Ökosystem-Botschafter
Jede Tierart hat eine Rolle in ihrem Lebensraum – und damit eine Botschaft. Wer eine Art schützt, schützt ihren gesamten Lebensraum.

Im Walter Zoo: Das Erdmännchen steht für die Savannen und Halbwüsten Südafrikas – mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna.
Wissenschaft ohne Zeitdruck
Bei nicht gefährdeten Arten kann die Wissenschaft vorausschauend und langfristig arbeiten. Erkenntnisse über Fortpflanzung, Sozialverhalten und Ernährung bilden die Wissensbasis, die später bei ihren bedrohten Verwandten hilft.
Bildung - Faszination ist der erste Schritt
Kinder, die Tiere hautnah beobachten, entwickeln Empathie – und später Verständnis für Artenschutz. Faszination entsteht nicht durch abstrakte Zahlen, sondern durch echte Begegnungen.

Im Walter Zoo: Zooschule, Tierbegegnungen und Tagesprogramm bauen genau auf diesem Prinzip auf.

Von der Muse geküsst

«Nicht jedes Tier, das uns fasziniert, ist bedroht. Aber jedes erinnert uns daran, was es zu verlieren gilt.»

Der Walter Zoo & Artenschutz

Der Walter Zoo versteht sich als zoobasierte Artenschutzorganisation und verfolgt einen ganzheitlichen
Schutzansatz in drei Schritten: Faszinieren, bilden und schützen.

Erhaltungszuchtprogramme

Wissenschaftlich geführte Zoos erhalten Tierarten ausserhalb ihres natürlichen Lebensraums – Ex situ-Artenschutz. In internationalen Erhaltungszuchtprogrammen werden Tiere gezielt so verpaart, dass Inzucht vermieden wird und die Populationen langfristig eigenständig überlebensfähig bleiben. Sie sind das letzte Sicherheitsnetz, sollten Wildbestände durch menschliche Einflüsse zusammenbrechen – und die Basis für Wiederauswilderungen, sobald die Bedrohungsursachen beseitigt sind und geschützter Lebensraum bereitsteht. Oder um stark geschrumpften Wildbeständen neue genetische Vielfalt zuzuführen.

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