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Geschichte

Der Walter Zoo versteht sich als moderner Natur- und Bildungszoo, der Menschen für Tiere und ihre Lebensräume begeistern, sensibilisieren und zum Schutz der Natur motivieren möchte. Die rund 100 Tierarten werden dabei als Botschafter ihrer wilden Artgenossen gesehen. Neben unvergesslichen Tierbegegnungen stehen Bildung, Artenschutz, Forschung und die Erhaltung der Biodiversität im Mittelpunkt. Als Mitglied internationaler Zooverbände engagiert sich der Zoo aktiv für hohe Standards in der Tierhaltung und den weltweiten Naturschutz.

Die Geschichte vom Walter Zoo

Das heute als Walter Zoo bekannte Unternehmen wurde 1961 von Walter und Edith Pischl gegründet. Zuerst in Hundwil AR ansässig, hatte der Zoogründer und Zirkusartist Walter Pischl den Wunsch, den Menschen und vor allem den Kindern die Tierwelt näherzubringen. Von seinen vielen Reisen rund um die Welt hatte er eine Menge zu berichten. Doch bald schon merkte er, dass vor allem Kinder die Geschichten und Bilder zwar interessant fanden, eine emotionale Bindung zu den Tieren aber nicht erreicht werden konnte. Das Ziel von «Tierli Walter», so nannten sie ihn, war es, das Interesse der Kinder an der Natur und deren Vielfalt zu wecken und damit eine Bindung herzustellen. Die jungen Leute sollten sich durch die Freude an der Tierwelt auch später dafür einsetzen. So besuchte er anfangs mit ein paar wenigen Tieren die Schulen der Umgebung. Das Interesse stieg und so wurde «Tierli Walter» weitherum bekannt.
Es wurden immer mehr und mehr Tiere, und durch ihre Bekanntheit wurden der Familie auch immer mehr kranke oder ungewollte Tiere vorbeigebracht. Es brauchte mehr Platz und vor allem auch mehr Geld. So zog die Familie Pischl mitsamt ihren tierischen Mitbewohnern von Hundwil nach Gossau SG, wo Gehege und Eigenheim aufgebaut wurden. Bald kamen auch erste Besuchende, um sich die Tiere anzusehen. Um die durch die Tierhaltung entstehenden Kosten besser zu decken, entschied man sich, für einen Besuch Eintritt zu verlangen. 1963 wurde der «Walter Zoo Verein» ins Leben gerufen, um den Zoo auch in finanziell schwierigen Lagen zu unterstützen. Nach und nach wurde immer mehr ausgebaut. 1980 konnte zusätzliches Land in nördlicher Richtung zugekauft werden und damit ein wichtiger Teil der Zooentwicklung stattfinden.
1985
1985, nach über 20 Jahren Einsatz für den Zoo, übergab das Gründerehepaar die Leitung des Betriebes an die 2. Generation, Tochter Gabi und an Ernst Federer. Aus dem «Tierli Walter» wurde der «Walter Zoo». Nebst einigen Neubauten wurden auch immer wieder Ideen zur Geldbeschaffung entwickelt. So entstand auch die Idee vom Zirkuszelt mitten im Zoo. Damit sollte ein weiteres Angebot geschaffen werden, das auch bei Schlechtwetter Besuchende in den Zoo lockt.
1993
1993 wurde das bis anhin grösste Projekt der Zoogeschichte realisiert. Das ehemalige Wappentier, welches 35 Jahre das Logo des Walter Zoos zierte, der Schimpanse, bekam eine neue Anlage. Die Anlage sollte europaweit eine der besten werden und wurde zusammen mit dem sogenannten Wirtschaftsareal (Futterküchen, Werkstatt, eidgenössische Quarantänestation) der Mittelpunkt des Zoounternehmens. Leider führten Kostenüberschreitungen und Fehlkalkulationen zu einer immensen Überschuldung des Zoobetriebes, was dem Betrieb fast das Genick brach. Nur mit viel Einsatz und Herzblut konnten die Betreiber das Unternehmen vor dem Konkurs retten. 1995 starb der Zoogründer Walter Pischl ganz unerwartet und hinterliess eine grosse Lücke im Familienunternehmen.
1997
Im Jahr 1997 wurde der Walter Zoo Mitglied der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA). Somit konnte er in der Folge enger mit anderen Zoos in Europa kooperieren, mit dem Ziel, die Professionalität der Tierhaltung zu fördern und die Aktivitäten im Bereich Bildung, Forschung und Erhaltung der Biodiversität zu intensivieren. 2001 wurde aus dem Zoo eine Aktiengesellschaft, seit 2006 wird diese durch einen jährlichen Standortbeitrag der Stadt Gossau unterstützt. Seither sind viele weitere grössere und kleinere Investitionen getätigt worden. Seit 2007 ist die Walter Zoo AG gemeinnützig orientiert und folgt so dem Weg eines klassischen Zoobetriebes. Mit Einsitz von Karin Federer (Tierärztin) und Jeannine Gleichmann-Federer (Artistin) in der Geschäftsleitung im Jahre 2011 und der Mitgliedschaft bei zooschweiz ab 2012 bekennt sich die Walter Zoo AG zur modernen und wissenschaftlichen Führung des Betriebes. Mit der Eröffnung der  (Juli 2020) und des Naturlehrpfades sowie der  im Naturmuseum St. Gallen (November 2020) übernimmt der Walter Zoo eine aktive Rolle in der Biodiversitätsförderung der Ostschweiz.
Zum 60-Jahre-Jubiläum wurde im 2021 im Holzhaus unterhalb des Zooeingangs eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Walter Zoos geschaffen. Dort werden die unterschiedlichen Phasen von der Schultierschau bis zum heutigen Zoo aufgezeigt und auch ein Ausblick anhand eines Modells bis ins Jahr 2040 ermöglicht.

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